Das Klopfen des Fleisches dient dazu, die Fleischfasern aufzubrechen und das Fleisch somit zarter zu machen. Außerdem können Sie das Fleisch auf die gewünschte Dicke klopfen.
Fleischhammer
Bei einem Fleischhammer handelt es sich um ein praktisches Küchenutensil, das optisch tatsächlich an einen Hammer erinnert. Mit dem Fleischklopfer können Sie Fleischstücke auf die gewünschte Dicke klopfen. Darüber hinaus brechen durch das Klopfen die Fleischfasern auf, was das Fleisch zarter macht und zusätzlich dafür sorgt, dass Gewürze und Marinaden besser aufgenommen werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Fleischklopfer dient dazu, die Fleischfasern aufzubrechen und das Fleisch somit zarter zu machen.
- Es gibt verschiedene Modelle aus Edelstahl, Aluminium und Holz.
- Mit dem Fleischklopfer können Sie Fleisch auf die gewünschte Dicke klopfen, damit es gleichmäßiger gart.
- Bei Hausschlachtebedarf können Sie einen Fleischhammer kaufen, der genau Ihren Bedürfnissen entspricht.
Was ist ein Fleischhammer?
Bei einem Fleischhammer, mitunter auch unter der Bezeichnung Fleischklopfer oder Schnitzelhammer bekannt, handelt es sich um ein Küchenutensil, mit dem Sie Fleischstücke im wahrsten Sinne des Wortes "platt hämmern" können.
Die Optik des Fleischklopfers erinnert tatsächlich ein wenig an einen Hammer: Er hat einen länglichen Griff und einen schweren Kopf. Letzterer kann je nach Einsatzzweck verschieden geformt sein oder unterschiedliche Oberflächenstrukturen aufweisen. Es gibt zudem spezielle Musteraufsätze, die das Fleisch optisch ansprechend machen.
Die Aufgabe des Fleischhammers besteht darin, durch das Klopfen die Fasern und Bindegewebsstrukturen des Fleisches aufzubrechen. Hierdurch wird das Fleisch zart und saftig. Darüber hinaus wird durch das Plätten eine einheitliche Dicke erzielt, wodurch sich die Fleischstücke gleichmäßiger durchbraten lassen.
Wozu verwendet man einen Fleischhammer?
Wie zuvor bereits erläutert, können Sie mit einem Fleischhammer das Fleisch auf eine einheitliche Dicke klopfen, was das gleichmäßige Garen erleichtert. Dies ist vor allem bei der Zubereitung von Geflügel, Schnitzel, Steak und Fischfilet wichtig. Das Klopfen bricht die Fleischfasern auf, wodurch das Fleisch zarter wird und sich besser kauen lässt. Letzteres ist vor allem bei festem Fleisch wie Wild, Schwein oder Rind entscheidend, um es kaubar und somit genießbar zu machen. Durch das Aufbrechen der Fleischfasern verändert sich auch die Textur des Fleisches. Hierdurch können Gewürze und Marinaden viel besser aufgenommen werden.
Mit dem Fleischhammer haben Sie eine eigenhändige Kontrolle darüber, wie dick oder dünn die Fleischstücke sein sollen. Sie können sie einfach auf die gewünschte Dicke klopfen. Manche Fleischgerichte erfordern besonders dünne und lange Fleischstücke. Ein klassisches Beispiel hierfür sind Schnitzel und Rouladen. Wenn Sie öfter derartige Gerichte zubereiten, sollten Sie unbedingt einen Fleischhammer kaufen.
Weniger bekannt ist, dass ein Fleischhammer auch einen hygienischen Aspekt mit sich bringt. Durch das Klopfen reduziert sich die Anzahl der Keime und Bakterien auf der Fleischoberfläche. Daher eignet sich der Fleischhammer bestens für die Zubereitung von rohen oder halb rohen Fleischgerichten wie Carpaccio.
Sie können den Fleischklopfer übrigens nicht nur für die Zubereitung von Fleischgerichten verwenden, sondern auch vorgekochte Kartoffeln oder Gemüse platt klopfen. Ein gutes Beispiel sind Auberginenscheiben für Moussaka oder vorgekochte Kartoffeln für cremige Aufläufe oder Kartoffelpizza.
Das Material des Fleischhammers
Wenn Sie einen Fleischhammer kaufen möchten, sollten Sie auf das Material achten. Aufgrund seiner Langlebigkeit und einfachen Reinigung ist ein Fleischhammer aus Edelstahl besonders empfehlenswert. Edelstahl rostet nicht, reagiert nicht mit Lebensmitteln und ist zudem spülmaschinenfest. Allerdings sind Edelstahlfleischklopfer sehr schwer. Dies macht sie ideal zum Klopfen dicker Fleischstücke, jedoch kann die Handhabung für ungeübte Köche ein wenig schwierig sein.
Neben Edelstahl gibt es Fleischklopfer aus Aluminium sowie aus Holz. Holz wird vor allem wegen seiner edlen Optik und natürlichen Haptik geschätzt. Holzmodelle sind leichter als Klopfer aus Edelstahl, was eine bessere Kontrolle beim Klopfen ermöglicht. Der Nachteil ist, dass Holz sehr pflegeintensiv ist und überaus empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert. Ein Fleischhammer aus Holz darf keinesfalls in der Spülmaschine gereinigt werden.
Fleischhammer aus Aluminium sind ebenfalls leichter als Fleischhammer aus Edelstahl. Sie eignen sich bestens für das Klopfen von dünnen Fleischstücken. Allerdings kann Aluminium rosten, was eine gewissenhafte Pflege notwendig macht.
Praktische Tipps für die richtige Anwendung
Bevor Sie einen Fleischhammer benutzen, sollten Sie eine geeignete Arbeitsfläche vorbereiten. Eine stabile, rutschfeste Unterlage ist wichtig, um Verletzungen zu vermeiden. Stellen Sie das Schneidebrett, auf dem Sie das Fleisch klopfen wollen, auf eine rutschfeste Unterlage.
Das Fleisch sollte vor dem Klopfen Zimmertemperatur haben. Positionieren Sie das Fleischstück waagerecht auf dem Schneidebrett. Achten Sie darauf, dass genügend Abstand zum Rand besteht, da die Oberfläche des Fleisches sich beim Plätten erweitern wird. Wählen Sie im Zweifel lieber ein zu großes Brett als ein zu kleines.
Bedecken Sie das Fleischstück nun mit einer dünnen, durchsichtigen Frischhaltefolie. Die Folie dient als Puffer für den Aufprall. Die Fasern sollen zwar aufgebrochen, aber die Fleischstruktur dabei nicht ausgefranst werden. Letzteres passiert ohne Schutz jedoch schnell. Sind Sie nach dem Klopfen noch nicht ganz zufrieden, was die gleichmäßige Dicke anbetrifft, können Sie gerne noch einmal mit einem Nudelholz nachhelfen.
Wichtig: Die Frischhaltefolie sollte hierbei auf dem Fleisch bleiben. Das geklopfte Fleisch kann im Anschluss weiterverarbeitet oder eingefroren werden.
Typische Fehler und wie man sie vermeidet
Wenn Sie zum ersten Mal einen Fleischhammer verwenden, gilt es, ein paar häufige Fehlerquellen zu vermeiden. Zunächst einmal sollten Sie nicht zu fest zuschlagen. Ansonsten kann das Fleisch ausfransen und trocken werden. Führen Sie den Fleischhammer gezielt und kontrolliert. Es ist nicht notwendig, viel Kraft aufzuwenden. Das Eigengewicht des Fleischhammers reicht aus.
Wählen Sie das Modell entsprechend dem Einsatzzweck aus. Für große, schwere Fleischstücke sollten Sie einen Fleischhammer aus Edelstahl verwenden. Bei kleineren Stücken ist ein Modell aus Holz oder Aluminium ausreichend.
Nach Gebrauch müssen Sie den Fleischhammer sofort gründlich reinigen. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie hierbei auf die Rillen und Zwischenräume des Hammerkopfes legen, da sich dort oft unbemerkt Rückstände ansammeln.
Pflege und Reinigung
Edelstahlmodelle können Sie nach Gebrauch einfach in der Spülmaschine reinigen. Alternativ empfiehlt sich die Handwäsche mit lauwarmem Wasser und ein wenig mildem Seifenspülmittel. Um den Glanz des Edelstahls zu erhalten, können Sie den Fleischhammer ab und an mit einem speziellen Poliertuch polieren.
Ein Fleischklopfer aus Aluminium kann ebenfalls in der Spülmaschine gereinigt werden. Bei diesem Material ist die Handwäsche jedoch empfehlenswerter, da Aluminium anfällig für Kratzer ist.
Am gewissenhaftesten müssen Sie bei der Reinigung von Holzklopfern vorgehen. Diese werden grundsätzlich von Hand mit warmem Wasser und mildem Reinigungsmittel abgespült. Trocknen Sie den Fleischhammer danach sofort gründlich ab, damit das Holz nicht durch verbliebene Restfeuchtigkeit aufquillt. Gelegentlich sollten Sie den Holzklopfer mit einem speziellen Pflegeöl für Holz behandeln, um Optik und Qualität zu erhalten.
FAQ
Legen Sie das Schnitzel vor dem Klopfen zwischen zwei Schichten Frischhaltefolie oder in einen Gefrierbeutel, damit das Fleisch geschützt ist und nicht vom Klopfen ausfranst. Beginnen Sie, in der Mitte zu klopfen und arbeiten Sie sich dann nach außen vor, bis die gewünschte Dicke erreicht ist.
Sofern es sich um einen Fleischhammer aus Edelstahl handelt, darf dieser in die Spülmaschine. Modelle aus Aluminium oder Holz sollten hingegen von Hand abgewaschen werden.
Anstelle eines Fleischklopfers können Sie eine Pfanne oder einen schweren Topf benutzen. Allerdings kann so nicht dieselbe Präzision erreicht werden wie mit einem richtigen Fleischklopfer.