Scharfe Gewürze passen zu einer Vielzahl von Gerichten, z. B. zu Curryrezepten, asiatischen, indischen und mexikanischen Gerichten, zu Nudelrezepten, Marinaden, Gemüse, Fleisch und Thai-Salaten. Ein kleiner Hauch Schärfe verleiht übrigens auch Süßspeisen ein besonderes Aroma! Reiben Sie ruhig mal ein wenig Chili in eine selbstgemachte Schokoladensauce oder Marmelade.
Scharfe Gewürze
Scharfe Gewürze sind in der Küche vielseitig einsetzbar, da sie zu vielen Rezepten passen. Besonders beliebt sind sie in der asiatischen, indischen und mexikanischen Küche. Einsteiger sollten jedoch mit milden Varianten beginnen und sich langsam herantasten. Die Auswahl an scharfen Gewürzen ist riesig, sodass jeder sein Lieblingsgewürz findet.
Das Wichtigste in Kürze
- Wer scharfe Gewürze kaufen möchte, hat eine große Auswahl: Es gibt sie von fruchtig mild bis höllisch feurig.
- Der Schärfegrad von Chilis wird in Scoville angegeben: je höher der Wert, umso schärfer.
- Ist das Essen einmal zu scharf geraten, so lassen sich scharfe Gewürze durch Milchprodukte neutralisieren.
- Damit die Gewürze ihr Aroma lange behalten, sollten sie licht- und luftdicht gelagert werden.
- "Scharf" ist eigentlich keine Geschmacksrichtung, sondern ein (angenehmer) Schmerzreiz, der durch gereizte Mundschleimhäute hervorgerufen wird.
Welche scharfen Gewürze sind die beliebtesten?
1. Chili
Wussten Sie, dass es rund 3000 bis 4000 verschiedene Chilisorten auf der Welt gibt, welche sich auf 35 Sorten verteilen? Die Palette reicht von milder, fruchtiger Schärfe bis hin zu brennender, teils sogar gefährlicher Schärfe. Um eine Orientierung zu erhalten, was die Schärfe der einzelnen Chilisorten betrifft, können Sie sich an der sogenannten Scoville-Tabelle orientieren.
Übrigens gehört auch die Paprika zur Familie der Chilis. Scharfe Gewürze wie Paprikapulver eignen sich daher bestens, wenn Sie Ihr Essen würzig, aber nicht zu scharf mögen. Wenn es doch ein wenig feuriger sein darf, dann probieren Sie doch einmal die Amazonaschili oder die Jalapeño. Darf es noch schärfer sein, sind Thai Chilis oder Habaneros eine gute Wahl.
2. Pfeffer
Pfeffer ist nicht gleich Pfeffer: und genau diese Vielfältigkeit macht ihn so beliebt! Es gibt schwarzen, grünen und weißen Pfeffer. Schwarzer Pfeffer ist hierzulande der Klassiker. Er wird aus unreifen Pfefferbeeren gewonnen, die fermentiert und getrocknet werden. Er verleiht Fleisch- und Gemüsegerichten eine würzige Schärfe. Wer empfindlich auf Schärfe reagiert, sollte hingegen lieber zu weißem oder grünem Pfeffer greifen.
Ebenfalls erwähnenswert sind Szechuanpfeffer sowie der Langpfeffer, obwohl ersterer botanisch gesehen kein "echter" Pfeffer ist. Selbiges gilt für Cayennepfeffer. Hierbei handelt es sich nämlich um gemahlene Chilischoten!
3. Senf
Senf gibt es in verschiedenen Schärfegraden von mild bis extra scharf. Wie scharf das Endprodukt wird, hängt von der Verarbeitung der Senfkörner ab. Diese setzen nämlich erst beim Zermahlen und dem anschließenden Kontakt mit Wasser ihre Schärfe frei. Senf schmeckt als scharfer Brotaufstrich, wird aber auch gerne in Kochrezepten verwendet, z. B. zum Verfeinern von Rouladen oder für Senfeier.
4. Ingwer
Ingwer hat eine fruchtige Schärfe mit einem leicht süßlichen, zitronigen Aroma. Vor allem aus der asiatischen Küche ist die scharfe Knolle nicht wegzudenken. Sie können für Ihre Rezepte wahlweise frischen oder gemahlenen Ingwer verwenden. Die frische Variante ist ein wenig milder.
5. Meerrettich
Meerrettich ist die Grundzutat für Wasabi, einer scharfen, asiatischen Paste, die z. B. zu Sushi gereicht wird. Hierzulande wird er gerne als Sahnemeerrettich mit Räucherlachs verzehrt. Frischer Meerrettich entfaltet eine nicht zu unterschätzende Schärfe! Wenn Sie es gerne scharf mögen, sollten Sie frischen Meerrettich erst kurz vor Ende der Garzeit unter Ihr Gericht rühren. Wird er zu lange mitgekocht, büßt er Schärfe ein. Im Umkehrschluss kann man ihn natürlich mitkochen, um das Essen milder zu machen.
Typische Stolperfallen bei der Verwendung scharfer Gewürze
Scharfe Gewürze richtig anzuwenden erfordert ein klein wenig Übung. Der häufigste Fehler besteht in der falschen Dosierung. Scharfe Gewürze überzudosieren macht das Essen im schlimmsten Fall ungenießbar. Insbesondere wenn Sie noch ungeübt sind, gilt die altbewährte Devise: Weniger ist mehr! Würzen Sie lieber sparsam und probieren Sie zwischendurch. Sollte das Essen doch zu scharf geworden sein, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Sie es entsorgen müssen. Scharfe Gewürze lassen sich wunderbar durch die Zugabe von Milchprodukten wie z. B. Sahne, Käse oder Kokosmilch neutralisieren.
Eine weitere Stolperfalle, derer sich die meisten Menschen gar nicht bewusst sind, ist die Getränkeauswahl. Scharfe Gewürze können die Bitterstoffe in trockenem Wein oder Kaffee verstärken. Reichen Sie zu scharfem Essen daher lieber süßen Wein.
Aufbewahrungstipps für scharfe Gewürze
Wer scharfe Gewürze kaufen möchte, sollte für eine ordnungsgemäße Lagerung sorgen. Sie sind empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Licht und Luft. Lagern Sie scharfe Gewürze daher luftdicht, trocken und dunkel, bestenfalls in speziellen Gewürzdosen oder verschließbaren Aromabeuteln.
FAQ
Einsteiger sollten mit milden Varianten wie Paprika edelsüß anfangen. Wenn Sie dies gut vertragen, probieren Sie Paprika rosenscharf und Cayennepfeffer. So tasten Sie sich schrittweise an scharfe Gewürze heran.
Verantwortlich für die Schärfe in Gewürzen sind verschiedene Stoffe, die je nach Gewürz variieren können. In Chilis ist es das Capsaicin, in Pfeffer das Piperin und in Ingwer das Gingerol. All diese Inhaltsstoffe reizen die Mundschleimhaut, was für das Schärfeempfinden sorgt.
Scharfe Gewürze haben eine gesundheitsfördernde Wirkung, sofern man sie gewissenhaft dosiert. Das Capsaicin in Chilis wirkt beispielsweise antibakteriell, durchblutungs- und verdauungsfördernd. Scharfes Essen regt außerdem die Produktion von Magensäure an, was die Verdauung fettreicher Speisen erleichtert. Auch für die Zahngesundheit ist scharfes Essen von Vorteil, da es den Speichelfluss anregt.
Wenn das Essen zu scharf geraten ist, können Sie die Schärfe durch das Hinzufügen eines Milchprodukts neutralisieren.
Chili und Cayennepfeffer passen zu allen Fleischgerichten und verleihen ihnen eine klare, würzige Schärfe. Schwarzer Pfeffer eignet sich besonders gut zum Würzen von Rind, Schwein und Wild. Er schmeckt aromatisch, ohne zu dominant zu sein. Zu Geflügel, Rind und Schwein passt Paprikagewürz. Es verleiht Farbe und geschmackliche Tiefe.
Selbstverständlich! Scharfe Gewürze eignen sich bestens für die Zubereitung von Grillmarinaden für Fleisch und Gemüse.
Bei der Scoville-Skala handelt es sich um eine Maßeinheit, die den Gehalt des Capsaicins verschiedener Chilisorten anzeigt. Je höher der Wert, umso schärfer ist die Chilisorte.